60 Jahre Musikschule Kamen – Jubiläumsjahr 2026 mit Konzerten, Begegnungen und Kooperationen
Sechs Jahrzehnte musikalische Bildung, kulturelle Begegnung und gemeinsames Musizieren:
Die Musikschule Kamen feiert im Jahr 2026 ihr 60-jähriges Bestehen. Das Jubiläumsjahr wird mit einer Vielzahl von Konzerten und Veranstaltungen begangen, die die ganze Bandbreite der
Musikschularbeit widerspiegeln – von den ersten musikalischen Erfahrungen bis hin zu großen Konzertformaten, von lokaler Verankerung bis zu regionalen und internationalen Partnerschaften.
Den festlichen Auftakt bildet das Neujahrskonzert am Sonntag, 18. Januar 2026, um 11.00 Uhr in der Stadthalle Kamen. Das Konzert wird gemeinsam von der Städtischen Musikschule Kamen und der
Gesellschaft der Freunde und Förderer der Musikschule veranstaltet. Die Lehrkräfte der Musikschule präsentieren ein Galaprogramm, unter Mitwirkung des Konzertchors der Stadt Kamen. Im Rahmen der
Veranstaltung eröffnet zudem der Künstlerbund Schieferturm Kamen seine neue Ausstellung und setzt damit einen bildkünstlerischen Akzent zum Jubiläumsjahr.
„Die Musikschule verstehe ich als einen zentralen Ort kultureller Begegnung in unserer Stadt“, betont die Musikschulleitung. „Umso erfreulicher ist es, dass viele der Konzerte im Jubiläumsjahr
gemeinsam mit künstlerischen und musikalischen Partnern realisiert werden und so den Dialog über die Musikschule hinaus fördern.“
Das Jubiläumsprogramm spannt einen weiten Bogen: von klassischen Konzertformaten über Musiktheater und Familienkonzerte bis hin zu internationalen Begegnungen. Besondere Akzente setzen unter
anderem Franz Schuberts Winterreise in einer Verbindung von Musik und Bild, das Deutsch-Französische Straßenfest mit Gästen aus der Partnerstadt Montreuil-Juigné, das sinfonische Chorkonzert
„Gaudeamus“ sowie das große Festkonzert zum 60-jährigen Bestehen im Oktober, an dem neben Ensembles und Chören der Musikschule auch Partner und Freunde aus umliegenden Musikschulen mitwirken.
Ein zentraler Bestandteil des Jubiläumsjahres ist die pädagogische Vielfalt der Musikschule: Kinder aus den Projekten der musikalischen Früherziehung und der Grundschulkooperationen stehen ebenso
auf der Bühne wie Jugendliche, Erwachsene und langjährige Ensembles. Damit zeigt das Jubiläumsprogramm eindrucksvoll, wofür die Musikschule Kamen seit 60 Jahren steht – musikalische Bildung für
alle Generationen.
Das Jubiläum ist zugleich Anlass, den Lehrkräften der Musikschule für ihre fachliche Kompetenz, ihr pädagogisches Engagement und ihre langjährige Arbeit zu danken. Ebenso gilt der Dank den
Schülerinnen und Schülern, ihren Familien, den Kooperationspartnern, Förderern sowie der Stadt Kamen, die die Arbeit der Musikschule über all die Jahre ermöglicht und unterstützt haben.
Weitere Informationen zu den Veranstaltungen des Jubiläumsjahres werden im Laufe des Jahres bekannt gegeben.
Wenn Musikerinnen und Musiker aus zwei Städten gemeinsam auftreten, entsteht mehr als ein gewöhnlicher Konzertabend.
Vielfältiges Programm mit großem Finale
Das Publikum erwartete ein abwechslungsreiches Programm, gestaltet von zwei Streichorchestern und einem Blasorchester. Ein besonderer Höhepunkt war das gemeinsame Spiel aller beteiligten
Ensembles. Dabei zeigte sich eindrucksvoll, wie Musik über Gemeindegrenzen hinweg verbindet und welche klangliche Kraft durch Zusammenarbeit entstehen kann.
Das Repertoire reichte von klassischer Musik bis zu bekannten Film- und Popsongs. Auf dem Programm standen unter anderem „Palladio“ von Karl Jenkins, Auszüge aus der „Simple Symphony“ von
Benjamin Britten sowie Titel wie „Stand by Me“, „Mission Impossible“, „Hallelujah“ und „Skyfall“. Einen besonderen Akzent setzte das Stück „My Dream“ von Peter Leitner für Flügelhorn-Solo. Den
Gesangspart bei „Skyfall“ übernahm Alina Brauckmann.
Die Leitung des Konzerts übernahmen Freya Deiting (Streichorchester Kamen), Ederson Gonçalves (Blasorchester Ascheberg) und Mirjam Brüllmann (Streichorchester Ascheberg).
Mit dem Konzert setzten beide Musikschulen ein klares Zeichen für Zusammenarbeit, Nachwuchsförderung und die verbindende Kraft der Musik.
Der mit Spannung erwartete Krimi der Gesangsklasse der Städtischen Musikschule Kamen ist erfolgreich aufgeklärt.
Die Diätfortbildung zum Thema Tomate im Reiterhof verwirrte Kommissar Fuchs und seine Kollegin Sahin anfangs, der pferdenärrische Baron, seine Verlobte und seine Mitarbeiter verdächtigten sich
gegenseitig und Pfarrer Seligmann schlich nachts durch die Ställe, aber schließlich konnte der Fall gelöst werden, bevor jemand ernstlich zu Schaden kam.
Ein detailreich ausstaffiertes Reiterstübchen und Hundegebell, Pferdegewieher, Schüsse und quietschende Autoreifen sorgten für das richtige Kriminal-Ambiente.
Die Gesangsklasse sang, tanzte und spielte sich durch die Handlung und unterhielt mit gut gehaltener Spannung an beiden Abenden das begeisterte Publikum. Alexander Litowski, Klavier; Rainer
Bohde, Saxophon, Dimitri Demchenko, Akkordeon und Barbara Post, Bass begleiteten sicher und feinfühlig die unterschiedlichen Stimmen.
Regisseur Andreas Gilles und Gesangsdozentin Bettina Lecking waren sehr glücklich über die Leistungen des Abends und über die gegenseitige Unterstützung aller Akteure, die wie immer viel zum
Gelingen beitrug.
Ein begeisterter Zuhörer äußerte: „Anregende Unterhaltung mit guter Musik, Humor, Witz und Spannung...eine Darbietung, deren Einstudierung ganz sicherlich mit großem Engagement sowie Freude und
Interesse verbunden war.
Der Erfolg war sicht- und hörbar.“


Aufführung TABALUGA oder die Reise zur Vernunft vor vollem Haus
Mehr als 800 Zuschauende im Saal, 150 tanzende und 30 musizierende Kinder auf der Bühne und ganz viel Beifall in der Konzertaula. Unter der Regie von Andreas Gilles brachte die Musikschule Kamen
am 10. Mai ein großes Familien Event auf die Bühne: Tabaluga oder die Reise zur Vernunft. Eine fantasievolle und spannungsgeladene Musikgeschichte aus der Feder von Peter Maffay und Rolf
Zuckowski.
Die Aufführung war das Jahreskonzert der Kinder, die in den Kamener Grundschulen an dem Projekt Erlebnis Musik und Erlebnis Musik mit Instrument teilnehmen und der kleinsten Musikschüler aus den
Musikzwergen und der Musikalischen Früherziehung.
Unterstützt wurden die Kinder von der Rock-Band der Musikschul-DozentInnen und dem Kinder- und Jugendchor unter der Leitung von Jan-Christian Oxe.
Die Geschichte begeisterte Jung und Alt. Denn wer kennt ihn nicht, den kleinen Drachen Tabaluga, gespielt von der neunjährigen Musikschülerin Anita Lechky. Als er seinem Vater Tyrion mal wieder
nicht zuhören will, beschließt dieser, dass es nun an der Zeit ist, seinen Sohn nach altem Drachenbrauch auf die Reise zu schicken, um vernünftig zu werden. Da die Vernunft nicht leicht zu
erkennen ist, soll Tabaluga sich dabei auf „die Kraft die alles bewegt“ verlassen - seine Fantasie.
Die Suche nach der Vernunft endete mit der Begegnung mit Meeresschildkröte Nessaja und dem Lied davon, dass die eigentlich nie erwachsen sein wollte. Im Finale kamen noch einmal alle Akteure auf
die Bühne und erfüllten nur zu gerne den Wunsch nach einer Zugabe.
Musikschulleiter Ruslan Maximovski bedankt sich bei allen Akteuren und Helfern und berichtet von reichlich positivem Feedback: „Eine bessere Werbung für die Bedeutung dieser kulturellen
Einrichtung kann man nicht machen.“, „So voll habe ich die Konzertaula lange nicht gesehen.“, „Eine sehr berührende Veranstaltung und unsere Kinder machen auf jeden Fall weiter.“
Es waren zwei Tage voller Musik, Begegnung und guter Stimmung. Gemeinsam mit der VHS und den musikalischen Freunden des MJ Harmonie aus Kamens französischer Partnerstadt gestalteten Ensembles, Chöre und Gruppen ein vielfältiges Programm mit Konzerten, Workshops und Mitmachangeboten.
Am Freitag war „volle Hütte und gute Laune“. Mit Live-Musik, Chorauftritten und Tanz. Selbst der kräftige Schauer trübte die Stimmung nicht. Vorübergehend fanden die Besucher unter den Zelten und
im Gebäude Platz. Kaum war der Regen verzogen, da lockten die 6/8-Band, Straight Ahead, Krach Deluxe und Another Fine Mess alle wieder vor die Bühne.
Der Samstag war dann eher familiär. Die jungen Musikschüler präsentierten einen Querschnitt aus dem Musikschulprogramm: Die Musikzwerge und Früherziehungskinder gaben verschiedene Stücke aus dem
diesjährigen Unterrichtsprogramm zum Besten. Instrumentalschüler präsentierten ihr Können und das Akko-Team zeigte, wie stimmungsvoll und modern Akkordeonmusik ist.
Den Abschluss bildete um 18 Uhr in der Pauluskirche ein gemeinsames Konzert von Musikern der Musikschule Kamen und des französischen MJ Harmonie. Werke von Bélier, Händel, einem Potpourrie der
französischen „Les Sixhiuts“ und Medleys begeisterte die Zuhörer der voll besetzten Pauluskirche und brachte für die Musiker Standing Ovations.
Musikalischer Funke springt über
Unter dem Motto „Hören und Anfassen - finde DEIN Instrument!“ öffnete die Musikschule Kamen am Samstag ihre Türen. Begeistert probierten die jungen Besucher die Instrumente unter Anleitung aus
und überraschten mit überraschenden Hörerlebnissen. Kleine Duette am Klavier, einfache Tonfolgen auf dem Saxophon, kraftvollen Beats am Schlagzeug und Schrammeln auf der Gitarre: Die Lehrkräfte
entlockten den Kindern erste Töne auf einem Instrument und zauberten ihnen damit ein stolzes Lächeln ins Gesicht.
Ruslan Maximovski: Es war wieder schön zu sehen, wie viel Begeisterung und Freude Musik bei den Kindern auslöst.
Anmeldungen zum Instrumentalunterricht in der Musikschule sind jederzeit möglich.
Samstag, 30. Mai 2026, 19.00 Uhr
Konzertaula Kamen
Ein sinfonisches Chorkonzert: Der Konzertchor der Stadt Kamen und der Jugendchor der Musikschule präsentieren Titel aus Oper, Konzert und Musical, unter anderem mit dem mitreißenden Schlusschor
aus Les Misérables. Gekrönt wird das Konzert mit der jubelhaften Chorfantasie von Ludwig van Beethoven für Klavier, Orchester und Chor.
Eine musikalische Ära endet … Lola Heckmann verabschiedet sich nach 45 Jahren aus der Musikschule Kamen
Ein würdiger Abschluss: Lola Heckmann und ihre KlavierschülerInnen luden zum Vorspiel ein und viele Besucher folgten der Einladung. Langjährige Schüler, alte Bekannte, Weggefährten, Freunde und einige ihrer Preisträger, wie Jarno und Wilko Tellkamp. Sie haben 2021 bei „Jugend Musiziert“ den 3. Preis im Landeswettbewerb in der Kategorie Klavier Duo gewonnen. Ebenfalls erschienen und aufgetreten ist auch ihr ehemaliger Schüler, Keyboarder Lucas Rieger.
Er hat 2019 in dem TV Wettbewerb Voice of Germany den 3. Preis gewonnen. Er ist heute noch Musiker, hat CD’s aufgenommen und tourt mit seiner eigenen Bluesband durch Europa.“
Seit 1981 hat Lola Heckmann unzählige Kinder, Jugendliche und Erwachsene auf ihrem musikalischen Weg begleitet. Wenn sich nach 45 Jahren Unterricht die Tür nun ein letztes Mal schließt, bleiben weit mehr als Noten und Unterrichtspläne zurück. Es bleiben Erinnerungen, Begegnungen und Generationen von SchülerInnen, die sie mit Geduld, Kompetenz und Herz für die Musik begeistert hat. Sie förderte Talente und stärkte das Selbstvertrauen ihrer SchülerInnen. Zahlreiche Vorspiele, Konzerte und Projekte tragen ihre Handschrift.
Im November 1981 begann Lola Heckmann ihre Lehrtätigkeit an der Städtischen Musikschule Kamen. Von Beginn an setzte sie sich mit großem Engagement für eine qualitätsvolle musikalische Ausbildung sowohl in der Musikschule als auch in den Kamener Grundschulen ein. Sie unterrichtete zunächst die Fächer Klavier und Musiktheorie und seit 1990 auch Keyboard. Mit großer fachlicher Kompetenz und pädagogischem Gespür vermittelte sie weit mehr als technische Fertigkeiten: Die individuelle Entwicklung jedes Einzelnen stand für sie im Mittelpunkt.
Im Rückblick auf ihre Lehrzeit erinnert sich Heckmann an wesentliche Meilensteine: Der Aufbau von Big Band, Orchester, Ensembles und musikschulinterne Instrumentalwettbewerbe sowie zahlreiche Auftritte mit teils von ihr selbst arrangierten Musikfolgen auf Altstadtfesten, Sparkassen-Konzerten und Musikschulfesten. Ihre Schüler haben häufig bei „Jugend Musiziert“ teilgenommen und zahlreiche Preise gewonnen.
Heckmann: „In meiner Klavierklasse ermöglichten die hervorragenden Bedingungen durch den Giebelsaal mit Konzertflügel zwischen 2006 und 2021 zahlreiche Preisträgerinnen und Preisträger im Wettbewerb „Jugend Musiziert“ sowohl in der Solo-Wertung als auch in den Kategorien Duo Violine-Klavier und Klavierduo im Regional- und im Landeswettbewerb.“ Neben viel Licht erlebte Heckmann aber natürlich auch Schatten: „Die Corona-Pandemie brachte uns den digitalen Onlineunterricht. Das war für viele von uns Neuland und stellte uns und die SchülerInnen vor große Herausforderungen, die wir aber erfolgreich gemeistert haben.“
Auch Klavier-Kollege Tom Hightower erinnert sich an viele gemeinsame Musikschulprojekte, besonders an die legendäre Aufführung von Milhaud’s „Scaramouche“ in der Stadthalle, arrangiert für acht Pianisten auf vier Klavieren.
Musikschulleiter Ruslan Maximovski verabschiedet Lola Heckmann mit großem Dank und hoher Wertschätzung: „Es endet eine beeindruckende berufliche Laufbahn, die die Musikschule nachhaltig geprägt hat.“
Sonntag, 12.07.2026, 15.00 Uhr
Konzertaula Kamen
Das Musical „Männer mit Bärten“ von Jan-Christian Oxe wird begleitet vom Ensemble der Lehrkräfte der Musikschule.
Sonntag, 11.10.2026, 16.00 Uhr
Stadthalle Kamen
Das große Jubiläumskonzert vereint Chöre, Ensembles und Orchester der Musikschule Kamen.
Darüber hinaus wirken musikalische Partner und langjährige Freunde aus umliegenden Musikschulen mit, die das Festkonzert zu einem Zeichen regionaler Verbundenheit machen.
Im Anschluss gemeinsamer Ausklang im Foyer der Stadthalle.
Sonntag, 29.11.2026, 18.00 Uhr
Paulskirche Kamen
Das Kammerorchester und das Akkordeonensemble der Musikschule gestalten gemeinsam mit der Kantorei Kamen und dem Posaunenchor den feierlichen Abschluss des Jubiläumsjahres.