Presse


Uniformierte Künstler kontrollierten den Eingang der Ausstellung „Europa ohne Schlagbaum“, die am Montag eröffnet wurde. Im Hintergrund zu sehen ist eine Skulptur aus bemalten Röhren, die einem riesigen Schlagbaum-Mikadospiel gleicht. Die Ausstellung ist noch bis Freitag, 18. Mai, zu sehen.

Grenzkontrolle in der Stadthalle

KAMEN. Schlagbäume und Menschen mit Uniform und Pickelhaube erschweren den Besuchern den Eingang in die Stadthalle. Die Ausstellung „Europa ohne Schlagbaum“ startet mit wirkungsvoller Performance.

Das Schlagzeugquartett spielte ein Stück mit in Schlagbaumfarben bemalten Löffeln, die sie auf einen Tisch hämmerten.

Zwölf Künstler nehmen an der Ausstellung teil. Unter ihnen
ist Peter Bucker, zweiter Vorsitzender des Schiefen Turms.

Viele der Künstler, etwa Elisabeth Lea, beteiligten sich an der
Kontrolle des Eingangs – manchmal auch mit Pickelhaube.

» Wir dürfen den
Rechtspopulisten
nicht einfach das
Feld überlassen. «

Alexander Schröder,
Leiter der Städtischen
Musikschule

 

 

Von Philipp Stenger

 

Uniformierte Menschen, manche von ihnen sogar mit Pickelhaube, stehen im Eingangsbereich der Kamener Stadthalle. Mit einem riesigen Schlagbaum halten sie die Besucher auf, die  eigentlich nur zu der Ausstellung „Europa ohne Schlagbaum“ wollten, die am Montag ihre Eröffnung feierte. „Europa ohne Schlagbaum“ ist ein Kunstprojekt, das vom Künstlerbund Schieferturm und der Städtischen Musikschule initiiert wurde. Die zwölf teilnehmenden Künstler setzen sich mit künstlerischen Mitteln für die friedliche und gemeinsame Gestaltung Europas  ein, so die Veranstalter. Hintergrund sei   zunehmender Rechtspopulismus und ein Rückfall in nationale Einzelinteressen: „Man muss Flagge    zeigen für Europa“, sagt Alexander Schröder,  Leiter der Städtischen Musikschule, „wir dürfen den Rechtspopulisten nicht einfach das Feld  überlassen.“ Die Uniformierten am Eingang gehören natürlich auch zu der Ausstellung.   Zusammen mit der großen Skulptur aus bemalten Röhren, die wie ein großes Mikadospiel aus Schlagbäumen im Foyer der Stadthalle angeordnet sind, waren sie wohl der größte Blickfang der  abwechslungsreichen Ausstellungs-Eröffnung, die auch Malereien, Collagen und Skulpturen zeigte. Bis auf die verkleideten Grenzkontrolleure können
die Stücke noch bis Freitag, 18. Mai, im Foyer der Stadthalle begutachtet werden. Die Eröffnung  wurde zudem durch ein musikalisches Rahmenprogramm abgerundet. Unter anderem war das Schlagzeugquartett der Musikschule zu hören, das mit in Schlagbaumfarben angemalten Löffeln  auf einem Tisch trommelte. In seiner  Eröffnungsrede wurde Bürgermeister Hermann Hupe (SPD) deutlich. Er bezeichnete die Ausstellung als einen „Akt der Kunst gegen verfehlte politische Auffassungen“ und bezeichnete den Schlagbaum als Mahnung, dass das Europa ohne Schlagbäume durch aktuelle politische Ereignisse wie dem aufkeimenden Populismus gefährdet sei. Die Grenzen, um die es in der Ausstellung geht, das stellt Peter Bucker, zweiter Vorsitzender des Künstlervereins Schiefer Turm, klar, beziehen sich aber nur auf die innereuropäischen Grenzen. Die Diskussion um das abgezäunte Europa nach außen wolle die  Ausstellung somit nicht direkt anstoßen. „Das Fass wollen wir nicht aufmachen“, sagt Bucker.


 

Quelle Hellweger Anzeiger 15.05.2018

Fotos: BORYS SARAD


Das letzte Rendezvous des Adhémar de Léonce

Cocktails und Tee zum Totentanz

 

In der Konzertaula wandeln scheinbar die lebenden Toten über die Bühne.
Entgegen gängiger Klischees sind die Verstorbenen hier alles andere als gefährlich.

 

Foto: Arne Tigges

 

Von Niklas Mallitzky

 

Wo die Liebe ist, ist auch der Herzschmerz nicht weit entfernt. Adémar de Leonce kann seinen  Liebeskummer nicht überwinden und sucht die letzte Ruhestätte seiner Geliebten auf. Ruhig ist es hier allerdings nur selten. Das Musiktheater-Projekt der Städtischen Musikschule feiert in diesem  Jahr sein 20. Jubiläum. Klar, dass da die Aufführung etwas Besonderes sein muss. Leiterin Bettina Lecking hat verschiedene Werke der Komponisten Friedrich Hollaender, Georg Kreisler und Gerhard Winkler zu diesem einzigartigen Bühnenstück arrangiert, als Vorlage der Handlung diente eine Kurzgeschichte. Das Ergebnis ist ein makabres Bühnenspiel, das mit viel Humor und Stimmgewalt  die zahlreichen Zuschauer am Samstag- und Sonntagabend einnahm. Eigentlich wollte Adhémar de  Leonce (Jonathan Büker in der Aufführung am Samstag; Jan-Christian Oxe in der Aufführung am  Sonntag) nur seiner verstorbenen Geliebten näher sein. Eines Nachts überwindet er deshalb die Mauer zu dem Friedhof, auf dem Clara  (Denise Neuhaus; Britta Breuing) kürzlich beigesetzt wurde. Das Leben haben die Toten vielleicht hinter sich, wirklich ruhen tut hier aber niemand. So trifft der Jüngling auf den Baron le Rose (Uwe Göritz; Frank  Thomaschewski), der zwar nur noch Haut und Knochen ist, sein Herz aber noch an der richtigen     Stelle hat. Mitleidig erklärt sich der verstorbene Adelige bereit, de Leonce bei seiner Suche zu     unterstützen. Die führt die beiden auch „Zur letzten Ölung“, wo ruhelose Skelette bei Tee und Cocktails   die Zeit der Ewigkeit totschlagen. Und irgendwann steht sie da, seine Clara.Doch erst seit einer Woche im  Reich der Toten, hat sich die junge Frau bereits mit Friedhofs-Casanova Henri de Livrys eingelassen. Nicht nur stimmlich spielen die Darsteller auf hohem Niveau. Auch Schminke und Kostüme können      überzeugen. Bei der Kleidung hat Lecking Wert auf Vielfalt gelegt. „Wir haben Kleidungsstile aus mehreren Epochen. Schließlich stammen die Toten auf einem Friedhof ja auch aus verschiedenen  Epochen“, erklärt sie. Das Publikum belohnt die Darsteller am Ende der Premiere mit so viel Applaus, dass es keinen der Toten auf der Bühne kalt gelassen haben dürfte.

 

Quelle: Hellweger Anzeiger 26.03.2018

 

Jugend Konzertiert 2018

Ein Kuchen auf der Reise
durchs Märchenland

 

Von Ann-Christin Herbe


KAMEN. Bei „Jugend konzertiert“ stellen die Ensembles und Solisten der
Musikschule ihr Können unter Beweis. Außerdem feiert ein Kuchen Premiere.

 

 

 

 

 

 

Das Repertoire der Ensembles und Solisten der Städtischen Musikschule ist breit gefächert. Beim Konzert unter dem Motto „Jugend konzertiert“ im Foyer der Sparkasse boten die Musiker ein abwechslungsreiches Programm quer durch alle Epochen der Musikgeschichte.

 

Für Schmunzeln sorgte beispielsweise die Darbietung des Lieds „Kreuzworträtsel“ von Georg Kreisler, bei  dem Ute Schürhoff, Silke Heinert und Martina Bolle in mittelalterlichen Hofkleidern ihr Schicksal lamentierten, zwar jedes Kreuzworträtsel lösen zu können, aber das wahre Rätsel, einen Mann zu bekommen, einfach nicht zu lösen sei. Auch das Akkordeon-, und Bläserensemble durfte sich über viel  Applaus freuen.
Ebenso wie das Percussionensemble unter der Leitung von Sven Lehmkämper, das den Becherrap 2.0  zeigte. Anastasia Kusmin, Felix Gröne und Nerissa Polap stellten unterdessen ihre Fingerfertigkeit am  Klavier unter Beweis.
Nach der Halbzeit des Konzertes feierte dann auch ein Kuchen Premiere. Margarita Feinstein stellte ihr  selbst entworfenes musikalisches Märchen vor, das durch Illustrationen von Peter Bucker nicht nur  akustisch, sondern auch optisch lebhaft ist.

In dem Märchen geht ein Kuchen auf Abenteuerreise und trifft  dabei immer wieder auf musikalische Tiere, die ihn fressen wollen. Der pfiffige Kuchen schafft es aber immer wieder, den Tieren von der sinnbildlichen Gabel zu hüpfen. „Das Märchen soll den Grundschulkindern die verschiedenen Instrumente zeigen und ihre Lust aufs Musizieren wecken“, fasst  Feinstein die Botschaft zusammen, „aber es geht auch um  Wertevermittlung wie Mut oder Freundschaft.“ 

Für einen Kuchen als Protagonisten habe sie sich entschieden, weil jeder gerne süße Sachen esse. Die Konzeption des Märchens sei eine echte  Herausforderung gewesen, aber mit dem Endergebnis ist Margarita Feinstein „mehr als zufrieden“. Das Märchen wird in Grundschulklassen    vorgelesen und die Instrumentalparts live vor Ort gespielt. „Mein Highlight war bis jetzt, dass nach einem Testlauf 75 Kinder Klavier lernen    wollten“, sagt Feinstein. 2018 soll noch eine Fortsetzung der Geschichte folgen, dann geht es um einen besonderen Geburtstagskuchen.

 

Mit einer eindrucksvollen Inszenierung von „The Fellowship of the Ring“ des Bläserensembles endete das knapp zweieinhalb-stündige Konzert.   Insgesamt bescherten die Musiker den knapp 150 Gästen einen unterhaltsamen Sonntagvormittag oder, um es mit den Worten von  Sparkassendirektor Bernd Wenge zu sagen, „die Musikschule zeigt ihr Können und sie kann verdammt viel.“

 

Quelle: Hellweger Anzeiger Kamen 20.03.2018


Neujahrskonzert 2018

 

 

 

 

 Kunst und Musik
zum Jahresauftakt

 

 

 

 

 

von Ann-Christin Herbe

 

KAMEN. Beim Neujahrskonzert erlebt die Musikschule ein volles Haus. 130 Zuhörer bekommen nicht nur Musik-, sondern auch Kunstgenuss.

 

Gleich zwei Namen im Programmheft waren beim Neujahrskonzert im Giebelsaal der Städtischen Musikschule Kamen eine Überraschung. Lola Heckmann spielte das erste Mal seit zehn Jahren wieder mit und Birgit Nakken das erste Mal überhaupt.

Heckmann unterrichtet bereits seit 34 Jahren an der Musikschule. Familiäre und gesundheitliche Gründe hatten die Musikerin vom Konzertbetrieb abgehalten. Beim Comeback im Giebelsaal spielte sie drei Stücke von Maurice Ravel, die eine „geistreiche Parodie des Walzerstils“ sind. Ihre Liebe für das Klavierspielen entdeckte sie durch ihre Mutter. „Sie war Pianistin und das erste, was ich von ihr gehört habe, war ein Stück von Chopin. Das fand ich so schön, dass ich damals direkt selbst angefangen habe“, erzählte sie. Birgit Nakken hingegen ist normalerweise mit den Musikwichteln und dem Projekt „Erlebnis Musik“ betraut. Ihre Teilnahme am Konzert ergab sich durch Zufall. „In der Grundschule habe ich bei der Instrumentenvorstellung öfter Mal Blockflöte gespielt, und da haben meine Kolleginnen dann gesagt, dass ich doch beim Konzert mitspielen soll“, sagt Nakken. Gemeinsam mit Margarita Feinstein, Ina Herkenhoff und Angelika Papadopoulos spielte sie Stücke wie „Schafe können sicher weiden“ von Bach. Außerdem wurde die langjährige Sekretärin Waltraut Schlaweck verabschiedet.

Das Konzert vor vollem Haus im Saal und auf der Empore (knapp 130 Gäste) markiert den ersten größeren Termin in Kalender Musikschule und wird traditionell vom Künstlerbund Schieferturm mitgestaltet. Die Künstler nutzen die Räume der Musikschule, um verschiedene Werke zu präsentieren.

Dabei mischen sich thematisch passende Bilder wie eine „Geigenspielerin“ von Elisabeth Lea mit abstrakten Werken, wie denen Peter Buckers. Dieser hat beispielsweise mit einem Fineliner filigrane Muster auf Büttenpapier gezeichnet. Künstler Lars Schubert hingegen setzt auf bunte Farben und Fantasiemuster.

 

 

 Foto: DRAWE

Quelle: Hellweger Anzeiger Kamen 22.01.2018


 

 

 

 Mit Bechern gerappt und

auf Fässern getrommelt

 

 

 

 KAMEN. Das Schlagzeug-Ensemble der Musikschule begeistert die Zuhörer unter anderem mit einem neu arrangierten Youtube-Hit von Sven Lehmkämper

 

von Carsten Fischer

 

Echte Klangkünstler brauchen kein teures Instrument, um Musik zu machen. Das zeigte sich beim Konzert „The Art of Percussion“ am Sonntag in  der Städtischen Musikschule.  Mitglieder des Schlagzeug-Ensembles trommelten unter anderem auf blaue Maische-Kunststofffässer.

Trinkbecher eignen sich ebenfalls als Rhythmus-Macher, indem sie auf den Tisch geschlagen der über die Tischplatte geschoben werden. Der „Becher- Rap“, den Dozent Sven Lehmkämper 2010 komponiert hatte, ist in einer früheren Besetzung sogar zu einem Youtube-Hit geworden.

 

Bei melodischen Stücken geht aber für die Percussionisten nichts über das Vibraphon. Das Instrument kam unter anderem beim Hit „SomebodyThat I Used to Know“  des australisch-belgischen Popmusikers Gotye zum Einsatz. Es war der erste Konzerteinsatz für die  Neuanschaffung. Ursprünglich war das Konzert bereits im November geplant, musste aber krankheitsbedingt verschoben werden.

 

Das Schlagzeug- Ensemble aus Lucy Krohn, Jannis Stiepermann, Roxane Deltenre, Stephan Eder und Sven Lehmkämper spielte in unterschiedlicher  Besetzung, unterstützt vom ehemaligen Mitglied Jonas Schneider.

 

Zu hören waren auch Stücke der Bands Muse und Linkin Parksowie Filmmusik. Rund 50 Zuhörer waren im Giebelsaal der Städtischen Musikschule dabei. „Das Konzert war angenehm besucht“, freute sich Lehmkämper.

 

 

 

Foto: MILK                                                                       Quelle: Hellweger Anzeiger Kamen 09.01.2018


„Erlebnis Musik“ ist eine Erfolgsstory

 

 

 

Kamener Grundschüler

bieten ein musikalisch

buntes Programm

 

 

 

 

 

 

 

 

Von Niklas Mallitzky


Kamen. Es ist ein Konzert der Superlative. Insgesamt 150 Kinder stehen am Sonntagnachmittag gemeinsam auf der Bühne. Fast ein Jahr lang haben sie für den Auftritt geprobt. Nun wollen sie Familie und Freunden das Gelernte präsentieren.

 

Ob sie schon aufgeregt seien, fragt Birgit Kramarczyk den Schülerchor, der gerade seinen Platz auf der Bühne eingenommen hat. Die Kinder antworten mit einem lauten „Ja!“. Kein Wunder, schließlich haben sie seit dem vergangenen Jahr auf diesen Moment hingearbeitet.
Das Publikum ist groß, fast alle Plätze in der Stadthalle sind belegt. Gleich beginnt der  „Aufruhr im Gemüsebeet“, so lautet der Titel des Konzertes. Während des Konzertes ist von  dieser Aufregung dann aber nur noch wenig zu spüren. Bevor der Chor, zusammengestellt aus Schülern der örtlichen Grundschulen, sein erstes Lied präsentiert, sorgen die jungen Musiker vom Allstar“-Orchester für einen mehr als gelungenen Konzertauftakt. Verstärkt werden
sie zu Beginn noch von Schülern der Initiative „Erlebnis Musik Instrument“, kurz EMI. Zwei Projekte bietet die Kamener Musikschule an, neben EMI gibt es auch die Gruppe „Erlebnis Musik“, diese Schüler bilden gemeinsam den großen Chor. Und der präsentiert sich stimmgewaltig. Nach einem ersten Ständchen geht es dann wirklich ins Gemüsebeet.
Mit „Spielzeugaffe“ findet ein eher ungewöhnlicher Besucher seinen Weg in den Garten. Doch dort würde es ihn wahrscheinlich eh nicht lange halten. Denn in dem Lied findet besagter
Spielzeugaffe ein passendes Spielzeugauto und nimmt es mit auf eine Spritztour. Bereits
zum zehnten Mal veranstaltet die Musikschule ein derartiges Konzert. „Unser Giebelsaal ist dafür schon lange zu klein“, berichtet Musikschulleiter Alexander Schröder. Besonderen
Dank gebühre daher Birgit Nakken, sie habe das Konzert organisiert. Auch bei den Schülerinnen und Schülern sowie deren Familien bedankt sich Schröder. Ohne die  Unterstützung der Eltern und Geschwister sei ein solches Konzert nicht möglich. Rund 40 neue
Schüler aus beiden Musikprojekten nehmen den Unterricht in der Musikschule jedes Jahr auf. Damit ist „Erlebnis Musik“ schon lange eine Erfolgsgeschichte.

 

 

Quelle: Hellweger Anzeiger Kamen 15.05.2017


Keyboard-Quartett gibt Debüt beim Nachwuchskonzert

Junge Musiker zeigen ihr Können beim Konzert „Jugend konzertiert“

 

Von Ann-Christin Herbe


Kamen. Abwechslung im Programm wird an der Städtischen Musikschule groß  geschrieben. Beim Konzert in der Sparkassenhalle geben gleich zwei Quartetts ihr Debüt.

 

Dazu gehört das Keyboard-Quartett unter der Leitung von Lola Heckmann. Zwei Jungen und zwei Mädchen spielen gemeinsam Stücke des englischen Komponisten Leslie Searle. Zum Keyboardspielen sind sie auf ganz unterschiedliche Weise gekommen. Jan Lukas Späh und   Meret Carolin Walter durften im Musikunterricht am Gymnasium das erste Mal auf den schwarz-weißen Tasten klimpern. Lucas Rieger hingegen sollte erst einen anderen 

musikalischen Weg einschlagen. „Ich habe im Rahmen der musikalischen Früherziehung mit Akkordeon angefangen. Doch in dem Raum, wo wir geprobt haben, stand immer ein Klavier, und das war schnell viel interessanter für mich“, erzählt er. Auch die vierte im Bunde, Emily Middendorf, kam über die Klavierkünste einer Freundin zum Keyboard. Vor den knapp 130  Gästen zeigen die Vier, dass man auch in nur zwei Jahren Spielzeit zusammen einiges auf die Beine stellen kann.
Immer wieder spielen sie Solopassagen in den Stücken und ernten besonders für „Blue Letter  Blues“ viel Applaus. Das zweite neue Ensemble sind die Saxofonisten. Unter der Leitung von Rüdiger Wilke, der unter anderem mit der Big Band der Musikschule betraut ist, spielen die  Jugendlichen das Stück „Pavane“ von Gabriel Fauré. „Wir sind stets bemüht unseren Gästen  ein abwechslungsreiches Programm zu bieten, deshalb haben wir die beiden Ensembles in  dieses Konzert eingebaut“, sagt Musikschulleiter Alexander Schröder. Die Musikschüler spielen mal alleine und mal in Begleitung der Lehrkräfte. Einen Soloauftritt haben die Lehrkräfte mit dem Kammerorchester und dem Stück „Divertimento di danza“. Besonders zufrieden wirkt Angelika Papadopoulos. Im Herbst spielte sie noch gemeinsam mit ihren  Schützlingen Felix Heckmann und Jan Hermasch. Bei Jugend konzertiert in der  Sparkassenhalle konnten die beiden Jungen dieses Mal auf die musikalische Unterstützung
ihrer Lehrkraft verzichten und die Ankündigung wahr machen, dass sie das nächste Konzert alleine spielen würden. Für Begeisterung sorgte auch wieder das Percussionensemble unter der Leitung von Sven Lehmkämper mit ihrer eigens arrangierten Version des Coldplay-Stücks
„Clocks“. Der nächste musikalische Programmpunkt ist das  Kinderkonzert „Erlebnis Musik“, bei dem die Kinder aus den Grundschulmusikprojekten das Gelernte präsentieren.

 

Quelle: Hellweger Anzeiger Kamen 04.04.2017


Eröffnung des musikalischen Jahres im Giebelsaal

Neujahrskonzert der Musikschule mit Präsentation des neuen Klaviers

Von Katharina Pütz
Kamen. Die Musikschule begrüßte das neue Jahr
mit einem Konzert. In die Veranstaltung eingebettet: die Präsentation des neuen Flügels und eine Ausstellungseröffnung mit Werken der Künstlergruppe Schieferturm.

 

Mit dem Trio op. 87 für Querflöte, Oboe und Klarinette begann am Sonntag das musikalische  neue Jahr der Musikschule. Birgit Kramarczyk, Michael Hager und Jürgen Gutknecht  eröffneten das Konzert, es folgte die erste Bewährungsprobe für das neue Klavier. Das  Steinway- Instrument hat der Förderverein Ende des vergangenen Jahres spendiert; Schulleiter Alexander Schröder entlockte ihm wohlklingende Töne mit dem Präludium und Fuge G-Dur von Johann Sebastian Bach oder den 6 Préludes op.6 von Robert Muczynski. Freya Deiting und Michael Rothkegel, beide an der Violine, unterhielten die zahlreichen Besucher anschließend mit Werken von Aleksey Igudesman, Michael Radanovics und Sari Gelin. Es  folgte das „Café 1930“ von Astor Piazzolla, interpretiert von Ina Herkenhoff (Querflöte) und Jörg Lungenhausen (Gitarre). Bevor sich die Musiker in die Pause verabschiedeten, erklangen
von Bach/Liszt das Präludium und Fuge a-moll BWV 543, gespielt von Karin Becker, und  „Gambrinus“ (Ludmila Tschubinskaja) sowie der „Hochzeitstanz“ (Sarah Kogan), zum Besten gegeben von Margarita Feinstein am Klavier.

Im zweiten Teil präsentierte das Vokalensemble „Terz“ begleitet von mehreren Musikern drei Stücke mit Texten von Carl Michael Bellmann; Instrumental und Chorsatz stammten dabei aus der Feder von Musikprofessor und Komponist Reinhard Fehling. Die musikalische  Einstimmung auf das Jahr schloss mit „Walpurgis“ (Götsche- Niessner), dargeboten von Querflötistin Birgit Kramarczyk, und Stücken von Twin, Peacock und Scofield; gespielt von Thomas Spies (Gitarre), Tom Victor (Keyboard), Jörn Helge Dodt (Bass) und Sven  Lehmkämper (Schlagzeug).

 

Quelle: Hellweger Anzeiger Kamen 24.01.2017

 

Kinderkonzert zeigt "Best of"

 

Von Ann-Christin Herbe

 

KAMEN *

Viele Besucher wollten sich das Kinderkonzert der Musikschule nicht entgehen lassen. Sie lauschten einem Musikerlebnis, präsentiert von 150 Grundschülern.

 

Aufgeregtes Murmeln füllt den Saal, Hexenhüte und Piratenstirnbänder werden zurechtgerückt und Instrumente ein letztes Mal gestimmt. Dann gibt die Dirigentin ein Zeichen und die zahlreichen Nachwuchsmusiker hauen beherzt in die Tasten beziehungsweise in die Saiten, je nachdem welches Instrument sie sich ausgesucht haben, um beim Kinderkonzert ihr musikalisches Können unter Beweis zu stellen.

 

150 Grundschüler stehen beim jährlichen Kinderkonzert in der Stadthalle auf der Bühne und begeistern ihre Eltern, Geschwister und Verwandte. Die Menge an Zuschauern kann sich sehen lassen, ein Blick von der Bühne in den Saal zeigt, dass nur wenige Plätze leer geblieben sind, circa 450 Zuschauer füllen den Saal.

 

 

 

Ein „Best of“ mit einjähriger Vorbereitung

 

Das Konzert ist das zusammengetragene Ergebnis der Kurse „Erlebnis Musik“ und „Erlebnis Musik mit Instrument“, in diesem Jahr stand der Auftritt der Kinder anlässlich des 50-jährigen Jubiläums der Musikschule unter dem Motto „Best of“.

 

Die Vorbereitungen für das Konzert reichen bis in den September 2015 zurück, zu diesem Zeitpunkt konnten sich die Grundschüler für ein Instrument entscheiden, mit dem sie sich im kommenden Jahr intensiv beschäftigen wollen. „Die Vorbereitung des Konzertes erfordert immer eine Menge Arbeit und viel Personal. Zwanzig Kollegen der Musikschule haben sich mit den Kindern beschäftigt und die Inhalte des Konzertes in den Unterricht mit einfließen lassen“, erzählt Musikschulleiter Alexander Schröder.

 

Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Die Kinder musizieren fröhlich und beschwingt drauflos und zeigen auf eindrucksvolle Weise, wie viel Arbeit sie investiert haben und wie gut sie mittlerweile mit den Instrumenten umgehen können. Auch das Publikum staunt nicht schlecht, als das All Star Orchestra mit einer abgeänderten Version des Frühlings von Vivaldi loslegt. Das Orchester ist ein Pilot-Projekt für alle, die gerade ins Musizieren einsteigen und gerne in einem Ensemble spielen möchten.

 

 

 

Kostümierte Kinder schmettern von Magie

 

Dann wird es noch einmal wuselig auf der Bühne, das Orchester räumt das Feld und macht Platz für die kostümierten Kinder, die den Chor bilden. Auf das Zeichen des Dirigenten schmettern die Kleinen los und erzählen zum Beispiel die Geschichte der Turmuhr, die die Geisterstunde von Mitternacht bis Punkt ein Uhr einläutet oder vom schusseligen Zauberlehrling, der noch nicht ganz Herr der Magie ist.

 

Am Ende des einstündigen Konzertes wurden die Kinder vom Publikum mit viel Applaus belohnt und strahlten sichtlich zufrieden von der Bühne herab, dabei lächelten sie in viele Kameras.

 

 

Quelle: Hellweger Anzeiger Kamen 23.03.2016


Ganz im Zeichen des guten Tons

Neujahrskonzert der Musikschule mit künstlerischer Note durch Werke der Gruppe "Schieferturm"

Von Ann-Christin Herbe


KAMEN * Wer den Giebelsaal der Musikschule betritt, der weiß was ihn hier erwartet -
leidenschaftliche Musiker, die Spaß am Musizieren haben, und klangvolle Instrumente,
die den Saal mit Tönen füllen.

In diesem Jahr feiert die Musikschule ein ganz besonderes Ereignis:  das 50-jährige Bestehen. Und mit dem Neujahrskonzert am Sonntag setzen die Musikerinnen und Musiker den Auftakt für ein Jahr voller Feierlichkeiten ganz im Zeichen des guten Tons.

 

Zwischen Jazz und pinkfarbener Tusche

Wenn Musikschulleiter Alexander Schröder an die vergangenen 25 Jahre zurückdenkt, in denen er nun schon sein Amt bekleidet, dann fallen ihm drei Dinge ein, die er besonders schätzt. "Ich erinnere mich an zahlreiche hervorragende Konzerte mit Schülerinnen und Schülern. Außerdem schätze ich die gute Zusammenarbeit mit dem Kollegium in all den Jahren ebenso wie die Partnerschaft mit der Stadt Montreuil-Juigné, die uns einen tollen musikalischen Austausch beschert", sagt Schröder. Und auch die Kooperation mit dem ortsansässigen Künstlerbund "Schieferturm" und die damit verbundene Ausstellung in den Räumen der Musikschule sind mittlerweile ein fester Bestandteil im Programm des Neujahrskonzertes.
Das farbenfrohe Bühnenbild stammt erneut aus den Pinseln und Tuschefedern des Künstlerbundes. Figuren in allen Farben, Größen und Formen schmücken das Plakat, welches mit stolzem Maß von 28 Quadratmetern die Kopfwand des Giebelsaales bedeckt. "Acht Künstler haben an der Herstellung mitgewirkt, jeder hat auf einem bestimmten Format eine Figur entworfen und ich habe am  Computer alles zusammen gepuzzelt. Insgesamt haben wir zwei Wochen mit der Fertigstellung verbracht, bevor es in den Druck gehen konnte", erklärt Peter Bucker vom Künstlerbund. Auch die übrigen ausgestellten Werke sind farbenfroh und zeigen mal in kräftigen und mal in zarten Tönen Landschaften, Architektur oder Früchte. Mit pinkfarbener Tusche hat Elisabeth Lea beispielsweise einen Torbogen in Venedig zu Papier gebracht, während Wolfgang Seim mit dunklen Acrylfarben seine Eindrücke eines Klostergartens festgehalten hat. Peter Bucker hingegen experimentiert nicht nur mit Stillleben, sondern auch mit Worten. Eines seiner Werke, das drei Kürbisse in einer Schale zeigt, ist ironisch mit "Flotter Dreier" betitelt. "Die Stücke, die wir hier in der Musikschule präsentieren, sind immer aktuell. Man findet so gut wie keine Doppelungen, alle Künstler entwerfen zwischen der Werkschau im November und dem Konzert im Januar neue Bilder", sagt Bucker.

Das musikalische Aufgebot für das Konzert ist wie immer vielfältig und vereint das Beste aus Jazz, Klassik und Weltmusik. Ursprünglich fand das Konzert im Oktober statt und trug den Titel "Dozentenkonzert", das jährlich zu Ehren des Fördervereins aufgeführt wurde. Auf Anraten vom Vorsitzenden des Fördervereins, Eberhard Lux, wurde das Konzert versuchsweise als Neujahrskonzert inszeniert und  ist seitdem ein Selbstläufer, der Jahr für Jahr über Hundert Musikbegeisterte in den Giebelsaal lockt. Den Auftakt am Sonntag macht das Bläserquintett der Dozenten mit "Quintett Nr. 1" von Victor Ewald. Mit Variationen durch helle und dunkle Töne werden die Gäste klanggewaltig in das Konzert eingeführt, bevor mit dem zweiten Stück "Gershwin in Brass" ruhigere Töne angeschlagen werden.

 

Famoser Jahresauftakt endet mit Pianoklängen

Unter den 22 Künstlerinnen und Künstler befinden sich wie auch in den Vorjahren einige Gäste. Einen besonders weiten Weg hat Kioomars Musayyebi, der mit seinem Instrument, einem Santoor, aus dem Iran angereist ist. Mit seiner Darbietung von "Gol-e-Saye Chaman", unterstützt durch Andreas Heuser mit der Gitarre, begeistert der iranische Musiker das Publikum mit dem ungewöhnlichen Zupfinstrument mit langem Hals.
Neben Saiteninstrumenten und Bläsern kommen auch die Klavierliebhaber auf ihre Kosten. Das Stück "Captain Grant´s Children Overtura" von Isaac Dunajewski, inszeniert von Margarita Feinstein und Alexander Litowski, bildet den famosen Abschluss eines gelungenen Jahresauftaktes.

 

Quelle: Hellweger Anzeiger Kamen 25.01.2016


Entsprungen den Köpfen schlauer Bürger

Förderverein der Musikschule seit 1982 aktiv - Zahlreiche Instrumente angeschafft

Seit 1982 leistet die "Gesellschaft der Freunde und Förderer der Musikschule der Stadt Kamen"  ihren Beitrag, um die Schülerinnen und Schüler, sowie die Dozentinnen und Dozenten bei der Ausübung ihres Wirkens zu unterstützen.
"Momentan haben wir 75 Mitglieder. Das Ziel ist es, 100 Menschen zu versammeln. Das Neujahrskonzert hat sich als geeignete Veranstaltung erwiesen, um neue Mitglieder zu werben", sagt
Vorsitzender Eberhard Lux. Der Förderverein sei "den Köpfen schlauer Kamener Bürger entsprungen", so Lux und habe in erster Linie die Aufgabe, die Wünsche der Musikschule zu realisieren. Dazu gehört vor allem die Anschaffung von neuen Instrumenten. Nachdem die Grundausstattung mittlerweile vorhanden ist, möchte der Förderverein sein Budget in diesem Jahr für die Anschaffung von neuen Klavieren nutzen. Die Instrumente sollen in einem heimischen Klavier- und Flügelgeschäft erworben werden, um lokale Unternehmen zu unterstützen.

 

Quelle: Hellweger Anzeiger Kamen 25.01.2016


Der gute Klang von Europa

Junge Franzosen und Deutsche geben Gemeinschaftskonzert

KAMEN * Die Gastfreundschaft war überwältigend: Junge Musiker aus der Kamen
haben die französische Partnerstadt Montreuil-Juigné besucht – und schwärmen immer noch von der Reise.

 

„Die Gastfreundschaft und die sehr große Herzlichkeit, nicht nur in den französischen Gastfamilien, war wirklich beeindruckend“, schildert Musikschulleiter
Alexander Schröder nach der Rückkehr. Die Reise nach Montreuil-Juigné wurde
von der Städtische Musikschule organisiert, die seit mehr als 30 Jahren einen jährlichen Austausch mit französischen Freuden pflegt. Das französische Partnerschaftskomitee und das Orchester M.-J. Harmonie mit seinem Präsidenten
Petit Pascal sowie die französischen Gastfamilien hatten für das verlängerte Himmelfahrtswochenende ein ausgewogenes und abwechslungsreiches Programm
zusammengestellt. Junge Deutsche und Franzosen gaben zusammen ein Gemeinschaftskonzert. In nur zwei Proben hatten der französische Leiter Damian
Malinge und sein deutsches Pendant Katrin Stengel ein Zusammenspiel auf hohem
Niveau erarbeitet. Nach mehreren Zugaben und viel Beifall wurden die jungen
Musikerinnen und Musiker verabschiedet, wie aus einer Mitteilung der Musikschule
hervorgeht. Beim abschließenden Gemeinschaftsfest einen Tag später gab es
Live-Musik. Ein französisches Klarinetten-Quintett spielte leichte Jazzarrangements,
bevor zum Abschluss der französische Hornist Benoit Clerc, am Klavier begleitet
von Alexander Schröder, mit samtweichen Ton eine Kostprobe seines Könnens zeigte.
Mit Blick auf die aktuelle politische Lage in Europa betonte Musikschulleiter Schröder in seiner Dankesrede im Rahmen des Gemeinschaftskonzertes den Wert dieser Partnerschaft. „Unsere in vielen Jahren gewachsene Verbundenheit und unser gemeinsames Musizieren haben einen wirklich besonderen Stellenwert, den wir uns von niemandem mehr nehmen lassen werden.“


Dieses klare Bekenntnis zu einem gemeinsamen Europa wurde mit großer  Zustimmung aufgenommen. Der jährliche Austausch der Musikschule wird  fortgesetzt. „Wir freuen uns schon heute auf ein Wiedersehen mit unseren  französischen Freunden im nächsten Jahr,“ so Schröder.

 

Quelle: Hellweger Anzeiger Kamen


Montreuil – Juigné. Échanges entre villes jumelles à travers la musique

S´il es tun échange associatif qui dure entre Montreuil – Juigné et Kamen les villes jumelles, c´est bien celui de la musique.
Les échanges musicaux ont débuté voilà plus de quarante ans avec la fanfare de l´époque et ses majorettes. Aujourd´hui le groupe MJ  Harmonie a relayé l´école de msuique et perpétue la tradition des rencontres associatives où la musique  et la cameraderie se rejoignent pou, le temps d´un séjour, échanger, visiter, vivre en familie et partager la passion musicale en toute convivialité.
L´école de msuique de Kamen (Musikschule) et son emblématique chef d´orchestre Alexander Schröder étalent les invités de Pascal Petit, président du groupe MJ Harmonie durant le week – end. Pas moins de deux répétitions et une répresentation ont permis un travail commun et un échange fructueux. Les deux formations, dans un grand orchestre de plus de 40 musiciens, ont interprété un potpourri de chansons européennes sous les baguettes respectives des deux chefs d´orchestre, Alexander Schröder et Damien Malinge.
À l´heure des au revoir ce dimanche matin, on s´est promis de se retrouver l´année prochaine à Kamen pour contineur de faire vivre ce jumlage associatif.

 


Kinder spielen für Kinder

Foto: St. Milk / HELLWEGER ANZEIGER
Foto: St. Milk / HELLWEGER ANZEIGER

Kontrabasslehrerin Judith Krischke zeigt, wie es geht. Sonja Rose (6) und Shannon Hüsing (6) blicken konzentriert auf die Handgriffe der versierten
Musikschullehrerin. Beim Informationstag nutzten 50 Kinder die Gelegenheit, hinter die Mauern der Musikschule zu blicken.

Infotag an der Musikschule weckt Interesse am Instrumentalunterricht

Von Lara Römer

 

Methler - Vom Kontrabass über die Querflöte bis hin zur Gitarre sind diverse Klänge durch das ganze Haus der Musikschule zu hören. Und kleine Kinderohren lauschten aufmerksam.

 

Am vergangenen Samstag kamen über 50 Kinder in die Kamener Musikschule, um sich beim Infotag einen Überblick über das breite Angebot zu verschaffen.

 

Die 13 Musikinstrumente, die in der Musikschule auf dem Lehrprogramm stehen, wurden dabei lebendig vorgestellt und von einigen Kindern gleich ausprobiert. Ganz nach dem Motto „Kinder spielen für Kinder“ haben zwölf junge Talente, die schon zwei bis drei Jahre in der Musikschule sind, ihr Erlerntes präsentiert und ihr Wissen mit interessierten Kindern geteilt. „Aber für viele Kinder war das kein Neuland mehr, weil sie sich vorher schon über Instrumente informiert haben. Aber man hat gemerkt, dass sie sehr interessiert und aufmerksam waren“, berichtete Musikschulleiter Alexander Schröder.

 

In den verschiedenen Räumen konnten die Kinder einigen Fragen nachgehen. Wie funktioniert das Instrument? Wie klingt es? Gefällt es mir? Mit fachkundiger Anleitung von Musikschullehrern war das Spielen gleich etwas leichter. „Denn die meisten Besucher sind jüngere Kinder, die noch nie ein Instrument gespielt haben und benötigen natürlich ein bisschen Unterstützung, die wir ihnen hier bieten“, sagte Schröder.

 

Zwischen sechs und neun Jahren waren die meisten Besucher. Sie erkundigten
sich nicht nur nach den Instrumenten, sondern auch Einstiegsmöglichkeiten. Die
Kinder können direkt in der Musikschule anfangen, aber auch in dem Projekt „Erlebnis Musik“ einiger Grundschulen einen Einblick bekommen und sich dann für
ein Instrument entscheiden. So hat es Luna getan. „Ich nehme an dem Projekt an
der Astrid-Lindgren-Schule teil und möchte nun unbedingt Keyboard spielen“, sagte die siebenjährige Schülerin. Auf diesem Weg haben auch viele andere Kinder den Weg zum Infotag gefunden, der einmal jährlich Interessenten anlockt, die meist in der zweiten oder dritten Grundschulklasse sind. „In dem Alter bekommen Kinder die nötige Reife für ein Instrument. Denn die motorischen, aber auch die nötigen Lesefähigkeiten müssen ausgeprägt sein“, so Schröder.

 

Quelle: Hellweger Anzeiger Kamen


FOTO: Milk
FOTO: Milk

Ritter und Gespenster erobern die Bühne

Von Ann-Christin Herbe

KAMEN * Die Konzentration stand den kleinen Musikern ins Gesicht geschrieben. Mit eindrucksvollen Kostümen sitzen die kleinen Ritter, Burgfräulein und Gespenster auf der Bühne und musizieren. Seit September haben die Grundschulkinder aus Kamen und der Kinderchor der Musikschule Herdecke auf diesen Tag hingearbeitet. Das große Jahresabschlusskonzert der Aktion „Erlebnis Musik“.

Unter dem Motto „Best of Ritter Rost“ präsentierten die kleinen Musikanten, was sie
im vergangenen Jahr mit ihrem Instrument oder ihrer Stimme gelernt haben. Zwischen
den Stücken gab es kurze Vorträge, um das Publikum auf das nächste Musikstück
vorzubereiten.
„160 Kinder sind an unserem Konzert beteiligt. Die Aufregung war riesig und die Proben
harte Arbeit. Aber die Kleinen haben toll mitgearbeitet“, erzählt Birgit Kramarczyk, Leiterin des Konzerts und Lehrerin der Musikschule. Vertreten sind Kinder der Astrid-Lindgren-
Schule, Eichendorffschule, Jahnschule, Diesterweg-Schule, Friedrich-Ebert-Schule und der Südschule.

Unterstützt werden die Kamener Grundschulkinder vom Kinderchor der Musikschule
Herdecke. Die Aktion „Erlebnis Musik“ wird von der Städtischen Musikschule initiiert und dauert jeweils ein Schuljahr. Zu Beginn des Jahres dürfen sich die Kinder ein Instrument aussuchen, welches sie im Laufe des Jahres begleiten wird. Wöchentlich waren die rund
30 Musikschullehrer und Lehrerinnen der Kamener Musikschule im Einsatz, um den Grundschulkindern das Musizieren beizubringen.

Im Anschluss an das Abschlusskonzert hatten die Kinder die Möglichkeit, sich in der Musikschule anzumelden, um ihr Instrument weiterspielen zu können. Musikschulleiter Alexander Schröder konnte eine positive Bilanz verzeichnen: „Wir haben in der Regel eine
Übernahmequote von 40 Prozent. Das Projekt findet bei den Kindern und auch bei den Eltern großen Anklang. Auch heute spielen die Kinder wieder in einer ausverkauften Halle.“
Bei der Vorbereitung auf das Konzert war die Musikschule auf engagierte Eltern angewiesen. „Ohne sie geht es nicht, denn sie sind eine große Hilfe beim Schminken
und der Kostümierung der Kinder“, sagte Schröder. Auch der Förderverein unterstützte
die Musikschule und schaffte im vergangenen Jahr hundert Instrumente an, um es allen Kindern zu ermöglichen ein Instrument zu spielen. Insgesamt kamen 80 Instrumente
zum Einsatz. Von Blockflöte über Gitarre bis hin zu Cajon war fast alles abgedeckt. Das Konzert der Kinder begeisterte die Eltern und Freunde. Sie belohnten die kleinen Musiker am Ende mit tosendem Applaus, den die Künstler sichtlich genossen.

Quelle: Hellweger Anzeiger


Ehrung der Preisträger "Jugend musiziert" 2014

Foto: H. Peppmeier Stadtverwaltung Kamen
Foto: H. Peppmeier Stadtverwaltung Kamen

Auch in diesem Jahr konnten wieder einige Schülerinnen und Schüler aus Kamen beim Regionalwettbewerb "Jugend musiziert" in Hamm Preise gewinnen.

Im Fach Klavier gewann der siebenjährige Emilio Wall einen ersten Preis mit der höchsten Wertung von 25 Punkten. Er wird von der Dortmunder Lehrerin Olga Shonurova unterrichtet.

Von Lehrkräften der Musikschule Kamen werden Theresa Meschede, Lisa Koch und Janette Hajdarov unterrichtet. Sie gewannen alle einen zweiten Preis in der Kategorie Duo Violine/Viola beziehungsweise Klavier solo, Lisa Koch noch zusätzlich ebenfalls einen zweiten Preis in der Kategorie Mezzosopran. Ihre Dozentinnen sind Ingrid Meyer, Freya Deiting und Lola Heckmann.

Die Preisträgerinnen und Preisträger sowie deren Lehrkräfte sind von Bürgermeister Hermann Hupe zu einer kleinen Feierstunde eingeladen. Sie findet am Donnerstag, den 13. März 2014 um 16:45 Uhr im Rathaus Kamen statt. Dort erhalten sie neben ihren Urkunden auch einen Büchergutschein der Musikschule.


Neujahrskonzert 2014

Foto: St. Milk / HELLWEGER ANZEIGER
Foto: St. Milk / HELLWEGER ANZEIGER

Musikschule setzt Maßstäbe

Beim Neujahrskonzert im Galenhof machen Werke von Tschaikowsky bis Chopin den Zuhörern Lust auf ein ereignisreiches Jahr der Kamener Musikkultur.

 


Von Vivien Timmler


KAMEN - Der Giebelsaal der Musikschule ist voll besetzt mit Zuhörern, als Michael Rothkegel (Violine), Freya Deiting (Violine) und Tom Hightower (Klavier) die Bühne
betreten. Ein paar Sekunden Stille, dann geht es los: Mit einem Konzert in d-Moll
von Johann Sebastian Bach. Und mit dem Besten, was die Musikschule zu bieten
hat. „Es ist schon verblüffend: Das Neujahrskonzert der Musikschule hat eine so lange Tradition, jedes Jahr wird ein so tolles Programm auf die Beine gestellt – und doch ist man von der Qualität der Darbietungen jedes Mal aufs Neue beeindruckt“, staunt Eberhard Lux, Vorsitzender des Fördervereins der Musikschule.


Zuverlässige Hilfe durch Förderverein

 

Seit 15 Jahren findet das Konzert nun schon im ersten Monat des Jahres statt, um sich vor allen Dingen bei den Mitgliedern des Fördervereins für ihre zuverlässige Arbeit und für die Spenden zu bedanken. Doch auch interessierte Freunde der Musikschule aus Kamen und Umgebung finden immer
wieder den Weg in den Giebelsaal in der Innenstadt.
„Dieses Konzert hat einfach Tradition“, findet eine ältere Zuschauerin, „ich trage mir noch heute Nachmittag eine Erinnerung für das kommende Jahr in den Kalender ein – damit ich es auch ja nicht vergesse!“

Neben der langjährigen Tradition ist es vor allen Dingen auch die hohe Qualität

der musikalischen Darbietungen, die die Besucher in den Giebelsaal lockt, weiß
Eberhard Lux. „Größtenteils sind es die Dozenten der Musikschule, die das Programm auf die Beine stellen“, erklärt er, „und da hat natürlich jeder von ihnen
seine ganz individuelle Klasse.“
So waren es am Sonntagmorgen 14 Dozenten, die mit den unterschiedlichsten Beiträgen dem Konzert einen besonderen Charakter verliehen. Nach einem erst feurigen, dann eher melancholischen Einstieg mit Violinen und Klavier waren es im Anschluss unter anderem der „Januar“ aus Peter Tschaikowskys „Die Jahreszeiten“ von Dozentin Margarita Feinstein (Klavier) und Robert Muczynskis Sonate für Flöte und Klavier, umgesetzt von Birgit Kramarczyk (Flöte) und Musikschulleiter Alexander
Schröder (Klavier), die keinen Zweifel an der künstlerischen Qualität und der harmonischen Zusammenarbeit des Kollegiums ließen.

„Das Neujahrskonzert ist immer wieder eine Bereicherung für alle, aber es ist nur
der Anfang des Musikjahres 2014“, ließ Musikschulleiter Schröder verlauten. „Aufzulisten, was dieses Jahr alles ansteht, würde zweifelsohne den Rahmen sprengen. Aber nur soviel: Auch 2014 ist wieder voll von Kinder- und Sparkassenkonzerten, unzähligen Klassenvorspielen und unserer Fahrt nach Montreuil-Juigné. Und wenn das alles auch nur halb so mitreißend und erfolgreich
wird wie dieses Konzert, muss ich sagen: Ich kann es kaum abwarten.“

Vorsätze 2014

Auch die Städtische Musikschule Kamen hat gute Vorsätze für das neue Jahr gefasst. Der größte davon ist wohl die Weiterführung des Projekts „Erlebnis Musik mit Instrument“. Es ermöglicht Schülern ab der ersten Klasse, einen ersten Kontakt mit
verschiedensten Musikinstrumenten – sei es Geige, Gitarre oder Klarinette. Basis für die Projekte sind dabei die Spenden an den Förderverein. Insgesamt fast 25 000 Euro sind dafür bisher zusammengekommen – und auch 2014 soll das so weitergehen.
„Das Projekt macht sich bezahlt“, findet der Vorsitzende des Fördervereins Eberhard Lux, „im kommenden Jahr werden dank der zahlreichen Spenden 330 Schüler in der Schule musizieren können.“

 

Quelle: Hellweger Anzeiger Kamen


Orchester und Chorkonzert 2013

Stimmgewalt und instrumentale Klarheit - Foryer verwandelt sich für Musikschulkonzert in Pariser Konzerthaus

 

Von Simon Schaffhöfer

 

 

Kamen. Klanggewaltig wurden am Wochenende die Besucher des Chor-Konzertes der Musikschule im Foyer des Gymnasiums begrüßt.

 

Man könnte fast meine, man befinde sich in einem echten, kleinen Konzertsaal. Tiefe Lichter, das Orchester sitzt vorne auf einem niedrigen Podest, im Hintergrund steht eine pastellfarbene Kulisse der Straßen Paris`. Nur die Martin-Semmelrogge-Poster an der Wand gegenüber lassen erahnen, dass das hier kein altehrwürdiges Konzerthaus, sondern das Aulafoyer ist. das hat sich allerdings kräftig herausgeputzt, für das Kammerorchester- und Chorkonzert am vergangenen Sonntag. Einer, der maßgeblich dafür verantwortlich ist, ist Orchesterleiter Alexander Schröder . „Der fast quadratische Raum erinnert an das Schuhkarton-Modell, den klassischen Konzertsaalbau“, erklärt der Musikschullehrer. Und so sind es neben dem brillanten Kammerorchester vor allem die gemütliche Enge und der saubere Klang, die den Abend zu einem Höhepunkt werden lassen.

 

Zusammen mit dem Chor Chorlorado wagen die Musiker den Spagat zwischen Bachkantaten und neuen Werken Genzmers und Respighis. Die Zusammenarbeit ist laut Schröder eine Premiere: “Wir haben schon länger einen Chor gesucht, Kammer – und Chormusik ergänzen sich einfach gut.“ Wie gut, merkt man vor allem bei Lauridsen „O Magnum Mysterium“, bei dem der Schwerter Chor unter der Leitung von Bettina Lecking mit Stimmgewalt und Klarheit beeindruckt. Die eine Person, der dann aber der Abend praktisch gehört, ist Theresa Meschede. Die 17-Jährige spielt schon seit Jahren Bratsche im Kammerorchester. Diesmal ist sie allerdings doppelt eingespannt, denn neben dem Strechinstrument darf sie heute bei Bachs „Konzert f-Moll BWV 1056“ an den Flügel. Anderthalb Jahre hat sie auf diesen Abend hingearbeitet “Manchmal so lange, dass ich es selbst nicht mehr hören konnte“, erzählt sie lachend. Dafür gelingt ihr der Auftritt souverän, einen kleinen Patzer im dritten Satz verzeiht ihr Alexander Schröder wohlwollend, das Publikum sowieso: Nach dem Konzert kann sich die Abiturientin vor Lob kaum retten – vom Klavierlehrer gibt es schon vorzeitig Weihnachtsgeschenke. Vielleicht ist bald schon Zeit für die ganz großen Konzertbühnen. Dann auch ohne Semmelrogge.

 

Quelle: Hellweger Anzeiger Kamen

 


Holzbläserensemble der Musikschule Kamen beim Börsentalk der Sparkasse UnnaKamen

Das Holzbläserensemble der Musikschule Kamen spielte beim Börsentalk am Dienstag, den 19.11.13 in der Sparkasse UnnaKamen die Einleitung in die Runde.Über 400 Zuhörer lauschten und applaudierten dem unter Richard Smuda geführten Ensemble, ein voller Erfolg für die jungen Musikerinnen und Musiker. Ein weiteres Mal bewährte sich die seit Jahren gepflegte Zusammenarbeit von Sparkasse und Musikschule.


Jubiläumskonzert der Musikschule 2013

Foto: St. Milk / HELLWEGER ANZEIGER
Foto: St. Milk / HELLWEGER ANZEIGER


Jubiläumskonzert der Musikschule

Im Oktober 1983 wurde der Galenhof als neuer Sitz der Städtischen Musikschule Kamen fertig gestellt. Zeitgleich wurde der Förderverein der Musikschule gegründet. Aus diesem Anlass findet am Sonntag, den 13. Oktober 2013 um 11:00 Uhr ein Jubiläumskonzert statt.

Das Jubiläumskonzert wird von Schülerinnen und Schülern der Musikschule sowie verschiedenen Ensembles gestaltet. Es bietet einen Querschnitt durch alle Altersgruppen und Musikstile.

In der Pause lädt der Förderverein zu einem kleinen Umtrunk ein.

Mit dem Einzug in das eigene neue Gebäude nahm die Musikschule vor 30 Jahren eine kontinuierliche Aufwärtsentwicklung, die sich in steigenden Schülerzahlen und einem größeren Angebot niederschlug und bis heute anhält. Der Förderverein unterstützt diese positive Entwicklung insbesondere mit der Anschaffung von Instrumenten.

Allein in den letzten 3 Jahren hat der Förderverein insgesamt 90 Instrumente mit einem Gesamtwert von 22.500 € finanziert. Diese Instrumente dienen dem neuen Angebot "Erlebnis Musik mit Instrument" und werden den Schülerinnen und Schülern im Rahmen des Unterrichts zur Verfügung gestellt.

Beim Jubiläumskonzert werden auch einige von diesen Instrumenten zu hören sein.